cloud (Aktualisiert: 2026-09-20)

Netcup startet nächste Cloud-Generation „EOS“: Neues Webportal, S3-Object-Storage & RESTful API im Detail

Netcup kündigt die Einführung seiner neuen Cloud-Plattform 'EOS' an: Verschmelzung von CCP und SCP zu einem einheitlichen Dashboard, nativer S3-kompatibler Objektspeicher über zwei Rechenzentrumsregionen und moderne OpenAPI 3.0 Schnittstellen.

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Netcup startet nächste Cloud-Generation „EOS“: Neues Webportal, S3-kompatibler Object Storage & OpenAPI

Die Netcup GmbH hat die Pilot- und Preview-Phase ihrer neuen Cloud-Infrastruktur unter dem Namen „EOS“ gestartet.

Damit entfällt für Nutzer die bisherige Trennung der Verwaltungsoberflächen: Bisher nutzten Administratoren das Customer Control Panel (CCP) für Verträge und Rechnungen, während das Server Control Panel (SCP) für Hypervisor-Funktionen, KVM-Snapshots und Systeminstallationen verwendet wurde.

Die EOS-Plattform vereint diese Systeme in einer zentralen Oberfläche und erweitert das Portfolio um neue Cloud-Features.

Netcup EOS Cloud-Architektur im Überblick
Einheitliches Web-Dashboard
Verträge & Billing KVM & Snapshots DNS-Zonen S3 Storage
Compute & KVM
  • AMD EPYC G12
  • 2,5G Uplinks
  • Live-Telemetrie
S3-Objektspeicher
  • Nürnberg / Wien
  • 100% DSGVO
  • Multi-AZ Sync
RESTful OpenAPI
  • OpenAPI 3.0
  • Offizieller CLI
  • Terraform Supp.

1. Die drei Kern-Säulen der neuen EOS-Plattform

A. Einheitliche Benutzeroberfläche

  • Single Sign-On (SSO): Keine doppelten Zugangsdaten mehr zwischen Kundenverwaltung (customercontrolpanel.de) und Serversteuerung (servercontrolpanel.de). Ein einziger Login gewährt Zugriff auf alle Systeme.
  • Moderne reaktive Web-App:
    • Live-Telemetrie von CPU-Auslastung, Speicherverbrauch und I/O-Latenzen direkt im Übersichts-Dashboard;
    • Integrierte HTML5-VNC-Konsole mit nativer Zwischenablagen-Synchronisation;
    • Feingranulare Rollen- und Rechteverwaltung (RBAC) für Teams und Agenturen, um Technikern Serverzugriff ohne Einsicht in Rechnungsdaten zu gewähren.

B. Enterprise Object Storage (Vollständig S3-kompatibel)

Lange Zeit mussten Netcup-Kunden für speicherintensive Workloads (Nextcloud-Instanzen, große Medienarchive oder Backup-Targets) externe Speicherlösungen anbinden. EOS bringt nativen Objektspeicher auf Enterprise-Niveau:

  • AWS S3 API Kompatibilität: Vollständig kompatibel mit gängigen SDKs, aws-cli, rclone, Cyberduck und Backup-Software wie Restic oder Borg.
  • Multi-Availability-Zone Replikation: Redundante Datenspeicherung zwischen den geographisch getrennten Rechenzentrumsstandorten Nürnberg (Deutschland) und Wien (Österreich).
  • DSGVO-konform: Die Datenverarbeitung erfolgt nach europäischen Datenschutzvorgaben ohne Datenübermittlung in Drittstaaten.

C. Moderne OpenAPI 3.0 REST-Infrastruktur

  • Vollständige Ablösung der historischen SOAP- und JSON-RPC-Schnittstellen durch eine moderne, standardisierte RESTful API.
  • Token-basierte Authentifizierung mit Scope-Einschränkungen.
  • Offizielle Bereitstellung eines Terraform Providers und einer nativen CLI (eosctl), wodurch Infrastructure-as-Code (IaC) vereinfacht wird.

2. Praxis-Beispiel: Anbindung von Netcup EOS S3 an Rclone

Dank nativer S3-Kompatibilität lässt sich der neue Objektspeicher in Sekunden konfigurieren:

# ~/.config/rclone/rclone.conf
[netcup-eos]
type = s3
provider = Other
env_auth = false
access_key_id = DEIN_API_ACCESS_KEY
secret_access_key = DEIN_API_SECRET_KEY
endpoint = s3.eos.netcup.net # Hinweis: Aktuellen Endpoint im EOS Dashboard prüfen
region = eu-central-1
acl = private

Anschließend können Backups oder Sync-Aufträge direkt ausgeführt werden:

# Verfügbare Buckets anzeigen
rclone lsd netcup-eos:

# Lokales Backup verschlüsselt in den Netcup S3 Bucket synchronisieren
rclone sync /var/www/backups netcup-eos:production-backups --progress --fast-list